
Die Grundlagen des Netzes wurden während der deutschen Kolonialzeit gelegt. Es diente vor allem der Abfuhr von Agrarprodukten.
Die 44 km lange Bahnstrecke von Lomé nach Anecho war die erste, die im damaligen Deutsch-Togo gebaut wurde. Sie wurde 1905 in Betrieb genommen. Die dort verwendete Meterspur setzte den Standard für den künftigen Bahnbau in Togo.
Am Ende der deutschen Kolonialzeit existierten in Togo 327 km Schienenstrecke. Der Betrieb wurde mit 18 Tenderlokomotiven, 20 Reisezugwagen und 202 Güterwagen abgewickelt. Aufgrund des sternförmigen Netzes, das in Lomé zusammenlief, konnten die Betriebsmittel sehr ökonomisch eingesetzt werden, und die Unterhaltung der Fahrzeuge war dort in einer Hauptwerkstatt zentralisiert. Das Betriebspersonal bestand überwiegend aus Einheimischen, auch die Mechaniker und Heizer. Der Lokführer allerdings war immer ein Deutscher. Betriebssprache war Deutsch. Das Personal bestand aus 768 Einheimischen und 26 Europäern.