Falsches Ausgangswissen bei der Pflanzenpflege im Aquarium

Falsches Ausgangswissen bei der Pflanzenpflege im Aquarium

Copyright © 2013 Frank Apfel

Dieser Bericht wurde von mir im April 2013 erstellt und in der Ausgabe 04/13 “Newsletter” veröffentlicht.

 

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Beschreibung

Falsches Ausgangswissen bei der Pflanzenpflege im Aquarium

Wussten Sie schon, dass erfolgreiche Unterwasser-Pflanzenpflege maßgeblich von drei Faktoren gesteuert wird? Licht, CO2, Mineralien/Spurenelemente müssen je nach Bepflanzung aufeinander abgestimmt werden.

Im Rahmen meiner Arbeit habe ich gelernt, dass absolute Vorgaben nicht immer zum Erfolg führen. So können Aquarianer sich über Literatur und Internet informieren, sich Grundwissen aneignen und somit in der Theorie bestens vorbereitet sein, aber ein gesunder Pflanzenwuchs wird dadurch nicht immer gelingen. Was ist das Geheimnis, wie könnte man mit einfachsten Grundlagen beste Erfolge verzeichnen?

Hier ein kleines Beispiel: Ganz aktuell hat unser Pflanzenlieferant, die Firma Tropica Aquarium Plants aus Dänemark, in ihrer Vermarktung von Unterwasserpflanzen wesentliches dazu beigetragen den Aquarianern zu helfen. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene ob Alt- oder Jungaquarianer,  mit den Begriffen easy, medium und advanced (leicht, mittel und schwierig) hat man die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Pflanzen festgelegt. Gleichzeitig wurden dann über diese Schwierigkeitsgrade die unterschiedlichen Pflegemaßnahmen, sowie die Wasservoraussetzungen erklärt. Über jede Pflanze erhält der Aquarianer die notwendigen Beleuchtungsmengen und kann dies sofort auf das eigene Aquarium umrechnen. Weitere wichtige Tipps erhält man mittels Tropica Leitfaden “Erfolg mit Ihrem Aquarium” zum Preis von 5,- €. Die Bröschüre ist bei uns im Ladengeschäft erhältlich.

Viele der “erfolglosen” Pflanzenaquarianer haben vor allem mit unkontrollierbarem Algenwuchs zu kämpfen. “Da kann man machen was man will, helfen tut hier nichts mehr”, so die Schilderungen nachdem mehrmals bereits mit Algenentferungsmitteln versucht wurde dem Algenwachstum Einhalt zu gebieten. So einfach die Problematik für mich ist, umso schwieriger erscheint dies für diejenigen zu sein, die in der Vergangenheit, aber auch ganz aktuell keine Informationen über die Pflanzen im Wasser bekommen haben. Selbst wenn man sich als Hobbyaquarianer bemühen würde ist es nicht leicht an objektive Aussagen und Erklärungen zu kommen. Selbst in sehr teuren Büchern findet man höchst selten zusammenhängende und damit brauchbare Darstellungen über Pflanzenwuchs im Aquarium.  Oft wird noch nicht einmal erwähnt, dass die Mehrzahl der im Handel angebotenen Wasserpflanzen eigentlich Sumpfpflanzen sind. Diese sind natürlich nicht immer für einen dauerhaften Verbleib unter Wasser geeignet. Insbesondere aber ändert sich der Lebensrythmus dieser Pflanzen. Die Aufnahme von lebensnotwendigen Nährstoffen verändert sich. In der freien Natur entstehen für viele Sumpfpflanzen während der Überschwemmungszeit Wachstumsruhepausen, welche nach Abklingen des Hochwassers automatisch, mit den Jahreszeiten gekoppelt, zu Wachstumsschüben führen kann.

Dies alles haben unsere Pflanzen im Aquarium nicht. Gleichbleibende und dabei noch oft falsche Beleuchtung (die Zierfische müssen ja auch gut erkennbar sein), dauerhaftes Hochwasser, dadurch bedingt auch andere Blatt– und Wurzelbildungen führen dazu, dass der natürliche Stoffwechsel nicht mehr funktionieren kann. Dazu kommt noch die mentale Einstellung der Aquarianer, dass im normalen Leitungswasser ( das beste Wasser weit und breit) alles enthalten ist was von den Pflanzen benötigt wird.

 

Falsch!

 

Gerade das Gegenteil trifft die vorher beschriebene Problematik. Der dauerhafte Mangel von Mineralien und Spurenelementen, der dauerhaft hohe Anteil von Silikaten, das teilweise Vorkommen von (für die Aquaristik) zu hohen Mengen  Phosphat- und Nitrat führt dazu, dass gerade die Sumpfpflanzen  (das sind über 90% der Pflanzen die im Handel für die Aquaristik angeboten werden) nicht ordentlich mit Nährstoffen versorgt werden.

Dies ist aber die Grundlage für vielartigen Algenwuchs. Algen wachsen besonders gut mit bereits langjährig eingesetzten Leuchtmitteln. Gerade wenn die Leuchtmittel hohe Luxwerte abstrahlen, aber die für Pflanzen lebensnotwendige Farbtemperatur (Kelvin) fehlt, sind Tür und Tor geöffnet um in Zusammenarbeit mit den regelmäßigen Zierfischfütterungen (Stickstoffzufuhr) das Algenwachstum zu fördern.

 

 

 

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