Ganzsachen-Paketkarte der kaiserlich-königliche Staatsbahn Österreich

Ganzsachen-Paketkarte der kaiserlich-königliche Staatsbahn Österreich

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Ganzsachen-Paketkarte der kaiserlich-königliche Staatsbahn Österreich.

Bildmotiv: Verschiedene.

Hinweis: Da 10 Heller oft nur die Grundgebühr (oder den Wert des Formulars selbst) abdeckten, wurden schwerere Pakete oder Sendungen in entferntere Zonen mit zusätzlichen Briefmarken (Auffrankierung) versehen. Der Versand erfolgte von Aichberg in der Steiermark nach Chemnitz in Sachsen. Damit handelt es sich um eine Auslands-Paketkarte nach dem damaligen deutsch-österreichischen Postverein-Tarif. Der Vermerk über eine Kiste sowie zwei Pakete beweist, dass es sich um eine Sammelsendung gehandelt hat. Ein solches Frachtaufkommen erforderte ein hohes Gesamtporto. Bei dem Abgangsbahnhof handelt es sich um das Postamt Aichberg bei Eibiswald (nahe der heutigen Grenze zu Slowenien), das an der damaligen Wieser-Bahnlinie lag. Die vier auf der Rückseite angebrachten Stempel erklären die Route der Bahnstrecke. Die Kiste und die Pakete wurden in Aichberg (Bezirk Deutschlandsberg, Weststeiermark) aufgegeben. Sie wurden über die Vorsehungslinien Richtung Graz und weiter über die altösterreichische Südbahn transportiert. Über Linz ging es direkt zum Grenzübergang nach Passau, wo die Fracht an die Königlich Bayerische Post übergeben wurde. Von dort lief der Transport über Regensburg und Hof direkt nach Leipzig und schließlich zum Zielort Chemnitz.

Hier die stundengenaue Logistik-Chronik (Dezember 1904):
20. Dezember 1904, 14:00 – 15:00 Uhr (2–3 Nm = Nachmittag) | Passau: Nach der Reise aus der Weststeiermark erreicht die Fracht die deutsch-österreichische Grenze. Hier erfolgt die Übergabe von der k.u.k. Post an die Königlich Bayerische Post. Der Stempel dokumentiert die Erfassung im Grenzpostamt Passau. Die Weiterleitung erfolgt per Bahn Richtung Norden (über Regensburg und Schwandorf nach Hof).
21. Dezember 1904 | Bahnpost Leipzig-Hof (Zug 207): Am sächsisch-bayerischen Grenzbahnhof Hof wechselt die Sendung in den Zuständigkeitsbereich der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen. Sie wird in den Postwagen des Zuges 207 auf der Strecke Hof–Leipzig verladen. Die sächsischen Bahnpostbeamten sortieren die Fracht direkt im fahrenden Zug und schlagen den ovalen oder kreisunden Bahnpoststempel ab. Nahe Werdau oder Gößnitz wird die Sendung auf die Strecke nach Chemnitz ausgeschleust.
22. Dezember 1904, 02:00 – 03:00 Uhr nachts (2–3 V = Vormittag/Frühstunden) | Chemnitz: Der Zug rollt mitten in der Nacht im Chemnitzer Hauptbahnhof ein. Der Stempel „2-3 V“ steht für die frühen Morgenstunden (damals wurde die Nacht bis zum Mittag als Vormittag gezählt). Das Paket wird sofort im dortigen Postamt entladen.
Ohne Datum | Zoll Chemnitz: Direkt nach der nächtlichen Ankunft wird die Sendung der Zollstelle im Bahnhof Chemnitz übergeben. Da es sich um ein internes Dienstsiegel der Zollabfertigung handelt, fehlt hier oft ein verstellbares Datumswerk – der Stempel bestätigt lediglich das erfolgreiche „Freimachen“ der österreichischen Kiste für den sächsischen Markt.
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Beschreibung

Nennwert:                                2,2,10,50

Land/Gebiet:                           Österreich

Ausgabejahr:                           1904

Michel-Nummer:                    

Zustand:

Gebraucht                                 X

Ungebraucht

Postfrisch

Besonderheit:                          Paketkarte für Warensendung

                                                       von Aichberg/Steyermark nach

                                                       Chemnitz/Sachsen.

Allgemeine Erläuterungen des Zustandes bei den von mir angebotenen Marken:

Postfrisch:

Mit originalem Gummi/Kleber in unbenutztem Topzustand, postfrisch keine Kleberreste. Für FDCs verwende ich in diesem Zustand “Mint” (postfrisch) für unbeschriebene Briefumschläge (auch nicht mit ausradierter Adresse) in tadellosem Zustand.

Ungebraucht:

Unbenutzt noch mit Teilen des originalen Gummi/Kleber mit Falz(Rest).

Gebraucht:

Abgestempelte Briefmarke in gutem Zustand. Für FDCs benutze ich für beschriebene Umschläge “gestempelt”. Sollte ein Vollstempel vorhanden sein, weise ich besonders darauf hin.

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